Sŏmata

OFFEN FÜR ALLE FRAUEN*¹

 

Das physische selbst zur sprache kommen lassen

Ein TANZEN für Frauen*¹ die Lust haben, sich in diskriminierungsarmem Raum dem eigenen Körper zuzuwenden.

Alltag vor der Türe lassen und
erfühlen, wo der Körper Zuwendung braucht,
ertanzen, wo wir stehen_liegen_sitzen und wohin wir wollen,
entdecken, wie der Körper sich Bewegungen sucht & der Rhythmus immer weiter und weiter trägt…

Das alltägliche Leben in patriarchalen Strukturen fordert uns auf verschiedenen Ebenen. Es verlangt uns regelmässig Verstellungen und Verrenkungen ab, um sich Gehör zu verschaffen. Es müssen fast ständig Abgrenzungen erschaffen und aufrecht erhalten werden. Es sollen Positionen eingenommen und vertreten werden. Wir möchten Erwartungen und Wünschen im Aussen wie im Innen gerecht werden. Und manchmal ist es ganz schön schwierig, sich selbst genügend Zeit einzuräumen, um mit all dem zurecht zu kommen, Erlebtes zu integrieren, zu transformieren und zu teilen.

Sŏmata ist TanzRaum mit der Absicht, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

In einer überschaubaren Gruppe von Menschen kreiert jede* sich die eigene Tanzreise. Während 1-2 Stunden übergeben wir dem Körper die Führung über Bewegungen zu mehrheitlich elektronischer Musik. Wir leiten Wahrnehmungsübungen an, begleiten das Tanzreisen mit Inputs und halten den Raum.
Dabei tanzt jede Person mit sich selbst, der Fokus liegt auf dem subjektiven Körperempfinden, der eigenen Lust an Bewegung und Ruhe, dem Spiel mit Ent_Spannung, der eigenen Neugierde und dem individuellen emotionalen Innenleben.
Es braucht keinerlei Tanzerfahrung. Vielmehr die Lust, die Kontrolle durch das Denken abzugeben, sich dem Körper anzuvertrauen. Verkörperte, Verinnerlichte Gedanken und Gefühle bekommen Platz, wir holen uns unsere Erfahrungen zurück, eignen sie uns an und finden unseren individuellen Umgang damit.

Bei dieser verspielten, bewegten Prozessarbeit unterstützt die Musik, die während des Tanzes trägt und den Raum zwischen uns ausfüllt. Wir¹ unterstützen durch Anleitung und aufmerksame Begleitung der Tanzreisen. Und schlussendlich unterstützen wir uns gegenseitig, indem wir Raum teilen.

SchutzRaum bedeutet für uns:
»Körper und Bewegungen wollen nicht beurteilt und/oder schubladisiert werden.
»Grenzen wollen subjektiv definiert und allgemein respektiert werden.
»Wir nehmen uns gemeinsam Zeit, unsere eigenen Körper besser kennenzulernen, um uns zu stärken und ver_sichern mit uns selbst und um Verbündetsein zu pflegen.

 

¹ Mit dem Sternchen* an dieser Stelle wollen wir sichtbar machen, dass eine Vielfalt frauisierter Lebensentwürfe existiert, für die wir diesen Raum öffnen wollen. Definitionen sind immer nur Annäherungen, wandeln sich und können sehr subjektiv sein. Wir vertreten die Haltung, dass antidiskriminierendes Handeln nur gemeinsam möglich ist und wir alle angewiesen sind auf Rückmeldungen. Fühlst du dich irritiert, verunsichert, getriggert, nimm gerne Kontakt auf mit uns.
Falls du unsicher bist, ob du mitgemeint wirst oder du dich wohl fühlen würdest, frag bitte ungeniert bei uns nach!

² „wir“ heissen Samira und Lhea und tanzen seit Jahren in verschiedenen Kontexten (Disco, Workshops, Ausbildung, Seminare, zuhause…) mit uns selbst. Die Erfahrung, dem eigenen KörperTANZ zuzuhören und daraus zu lernen, liebevoll mit uns selbst zu sein und unserer Verkörperung zu vertrauen, wollen wir teilen und immer neu entdecken; je nach Gruppe, Dynamiken und eigener Stimmung.

Kontakt über somata(äätt)gmx.ch